Mit 20 Jahren wurde ich in den Kreistag des Landkreises Harburg und den Stadtrat von Winsen (Luhe) gewählt. Diese Aufgaben habe ich übernommen, weil ich meine Heimat mitgestalten möchte. Denn auch in Zeiten knapper Haushaltsmittel besteht die Möglichkeit in den verschiedensten Bereichen grundlegende Richtungsentscheidungen zu treffen, aber auch vermeintlich kleine Probleme zu lösen. Dies reicht von der Entscheidung, wie sich die Schullandschaft im Landkreis und der Stadt weiter entwickeln soll, bis zur Unterstützung von hervorragendem ehrenamtlichem Engagement in Sportvereinen, bei Kulturträgern, sozialen Einrichtungen und sonstigen Organisationen.
Besonders angenehm war der Einstieg in die Kommunalpolitik, weil zusammen mit mir 1996 weiteren JU-Kandidaten über die CDU-Liste gewählt wurden. Im Kreistag haben Susanne Cybucki, geb. Bergstede, und im Stadtrat haben Rüdiger Lenk, Christoph Mülder, André Wiese und ich jeweils die „Junge Gruppe“ der CDU gebildet. Auch 2001 wurden mit André Bock, Arndt Krakau, André Wiese und mir wieder vier JU-Mitglieder in den Winsener Stadtrat gewählt. Bei den Kommunalwahlen 2006 wurden André Bock, Tobias Lübberstedt, André Wiese und ich als unter 35-jährige in den Stadtrat gewählt.
Meine Schwerpunkte waren immer die Schulpolitik und eine solide Haushaltspolitik. Das Interesse an der Bildungspolitik wurde bei mir durch die Arbeit in der Schülervertretung und der Schüler Union geweckt. Ich habe es beibehalten, weil mir wichtig ist, dass auch die Sicht junger Menschen bei den Entscheidungen, wo z. B. eine neue Schule gebaut wird oder wie die Buslinien zur Schule organisiert werden, eingebracht werden müssen.
Bei der Haushaltspolitik ist mir wichtig, dass heute keine Entscheidungen getroffen werden, für die zukünftige Generationen die Zeche zahlen müssen. Es ist sicher einfach, heute unter dem Jubel der Begünstigten Zuschüsse zu verteilen und es folgenden Politikern zu überlassen, die Finanzierung zu sichern. Redlich ist es aber nicht. Dabei kann es natürlich sinnvoll sein, die Bezahlung von Investitionen auf mehrere Jahre zu verteilen. Laufende Ausgaben müssen aber durch laufende Einnahmen gedeckt werden. Und wichtig ist dann insbesondere, dass die Kernaufgaben, eine gute Verwaltung mit einem ausgezeichneten Bürgerservice und die Unterhaltung der Straßen und Einrichtungen, sichergestellt ist und dann die freiwilligen Aufgaben erfüllt werden. Hier ist es notwendig, Prioritäten zu setzen.